GLAUBE PRAKTISCH
Freude und Leid in der Nachfolge
Von Ajith Fernando
Nach dem Tod seiner Frau schrieb Paul Tournier (1898–1986), der als Pionier der modernen christlichen Psychotherapie und Seelsorge gilt, ein Buch mit dem Titel „Im Angesicht des Leidens. Sinnerfahrung in dunkler Stunde“. Darin zeigt er auf, wie das Leiden ein Anstoß für große Kreativität und schöpferische Energie sein kann. Er spricht über die Trauer, die er beim Tod seines Vaters im Alter von zwei Jahren erlebte, und über die beim Tod seiner Mutter, als er fünf Jahre alt war, und dann über den Tod seiner Frau. So schreibt er: „Das menschliche Herz gehorcht keineswegs der Logik; es ist ganz und gar widersprüchlich: Ich kann sagen, dass ich einen großen Kummer habe und gleichzeitig ein glücklicher Mensch bin.“
Tourniers Behauptung stellt vor Augen: Freud und Leid sind beide zugleich wesentliche Merkmale des Christseins. Der Apostel Paulus stellt die gleiche Behauptung auf: „Ich freue mich, wenn ich für euch leiden darf“ (Kolosser 1,24).
von Kristian Furch
Heute geht es um eine Frage, die jeder sich immer mal wieder stellt: Ist Gott treu? Vor allem im Angesicht von Leid und vielen nicht erhörten Gebeten, taucht diese Frage immer wieder auf und will beantwortet werden. Schauen wir uns zwei Geschichten aus der Bibel an, die das Thema Treue beleuchten. Die erste Geschichte behandelt die Treue Gottes, die Zweite die Treue eines Menschen.
Gott redet. Auch heute. Roc Bottomly beschreibt, wie wir lernen können, ihn (besser) zu hören.
Von Roc Bottomly
Aus der Bibel wissen wir, dass Gott früher zu den Menschen gesprochen hat: Als Schöpfer erklärte er Adam die Regeln des Paradieses und was passiert, wenn man sie bricht. Gott sprach mit Noah über die Arche und mit Abraham über dessen zahlreiche Nachkommen. Mit Mose redete er durch einen brennenden Busch und Josua verkündete er die Eroberung Jerichos. Gott sprach mit Jesaja über Christus, mit Jeremia über die kommende Gefangenschaft, mit Hesekiel über die zukünftige Wiederherstellung des Landes, und mit Daniel über die letzten Tage dieser Welt. Gott redete mit Johannes dem Täufer über den nahen Retter. Und natürlich sprach er als Vater mit Jesus seinem Sohn.
Aber spricht Gott heute noch zu uns? Ich behaupte: Ja. Er redet auch in unserer Zeit regelmäßig durch seinen Heiligen Geist in unseren Alltag hinein. Bildhaft ausgedrückt: Wenn wir mit einem Textmarker alle Nachrichten von Gott kennzeichnen könnten, die unsere Gedanken durchdringen, würden wir ständig gelb sehen. Und das hat Gott uns schon in der Bibel verheißen.
Bestimmte "geistliche Übungen" werden seit den Anfängen der Christenheit praktiziert. Sie können helfen, sich auf Gott auszurichten und seine Gegenwart zu spüren. Doch wie geht man ganz konkret vor?

GEBET
Darum geht es
Gebet ist das Sprechen mit Gott. So nehmen wir Kontakt mit unserem Schöpfer und himmlischen Vater auf. Gott ist die Quelle des Lebens. Er verspricht in der Bibel an vielen Stellen, dass er uns hört und uns antwortet, wenn wir uns an ihn wenden (zum Beispiel in Matthäus, Kapitel 21, Vers 22).
Diese Übung ist gut für Sie, wenn …
Aids, Hunger, Analphabetismus: Pastor und Bestseller-Autor Rick Warren fordert zum Umdenken heraus
Herr Warren, Ihre Bücher „Leben mit Vision“ und „Kirche mit Vision“ haben sich weltweit millionenfach verkauft. Was empfindet man, wenn man auf der New York Times-Bestsellerliste steht und als „Pastor Amerikas“ bezeichnet wird?
Warren: (Pause) Unverdient, unerwartet – solche Worte kommen einem da den Sinn. All das ist nämlich bloß ein Gut, das mir anvertraut wurde. Denn wenn Gott jemandem ein bestimmtes Maß an Bekanntheit verschafft, dann tut er das nicht, um unserem Ego zu schmeicheln. Bekanntheit, Einfluss, Geld – all diese Dinge müssen zur Ehre Gottes eingesetzt werden. Denn es ist nur ein geliehener Überfluss und geliehener Einfluss.
Es war also nicht Ihr Ziel, ein bekannter Pastor zu werden?





