GLAUBE PRAKTISCH
Von Tricia McCary Rhodes
"Keine Suchergebnisse", war auf meinem Bildschirm zu lesen, als ich in einer Online-Bibel nach dem Begriff "Stille Zeit" suchte. Ich ließ mir die gängigen Bibelübersetzungen anzeigen und auch da gab es kein Ergebnis - nicht ein einziger Vers enthielt diesen Begriff. Ich gab mich aber noch nicht geschlagen. Ich startete erneut eine Suche und wählte weitere Bibelversionen. Wieder hieß es: "Keine Suchergebnisse." "Stille Zeit" war schlichtweg in keiner Bibelübersetzung zu finden.
Langsam fragte ich mich, wie sich etwas, was nicht ein einziges Mal irgendwo in der Bibel erwähnt wird, einen so prominenten Platz auf der Liste der Dinge erobern konnte, die jeder gute Christ tun sollte? Verstehen Sie, was ich meine? Denken Sie nur an die zahlreichen Seminare, Predigten, Bücher und Artikel über ein Thema, das weder von Abraham noch von Mose, David, Jesaja oder Jesus selbst angesprochen wurde! Warum ist es in den letzten Jahrzehnten in christlichen Kreisen so unglaublich wichtig geworden, dass man Stille Zeit macht?
Von Dietmar Pfennighaus
Noch einmal Kind sein - wäre das nicht was? Keine Verantwortung, kein Zeitdruck, keine Sorge um das Notwendigste; stattdessen unverletztes Vertrauen, Zeit zum Sich-Ausprobieren, Spontaneität, Lernfreude, jemanden, der für uns sorgt. Ein Traum? Wir sind alle bereits Kinder, nämlich die Kinder Gottes, sagt Autor Dietmar Pfennighaus. Und der sorgt tatsächlich für uns. Nur müssen wir wieder neu lernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen. Der Autor hat es gleich ausprobiert. Das Experiment: Eine Woche lang hat er sich Tag für Tag ein Stück Kindheit zurück erobert.

Schon lange weiß ich, dass ich Gottes Kind bin. Aber zuweilen berührte diese Tatsache so wenig mein Herz wie die Beschaffenheit der Mondoberfläche. Ein winziges Erlebnis gab den Ausschlag dazu, mich nicht damit abzufinden.
Als ich eines Tages in die Bahnhofshalle lief, lächelte mich ein Kind so breit an, dass ich es in meiner Eile gerade noch bemerkte. Dieser Moment blieb in mir haften. Etwas unerwartet Wohltuendes ging von diesem Anblick aus.
Einmal wollten die Jünger von Jesus wissen, wer der Größte in der Welt Gottes sei. Daraufhin rief er e
Jede Menge Bücher. Das bedeutet auch, viele Behauptungen, Argumente und Meinungen. Doch wer hat Recht, wem soll man glauben? Wer die eigene Abhängigkeit von den Meinungen anderer verkleinern will, wer zu eigenen Urteilen fähig werden will, muss selbst auch etwas dazu tun. Aber wie erkennt man auch als Laie, ob Angaben falsch sind? Wie erkennt man, ob ein Argument sinnvoll ist oder eher ins Leere geht? Dazu hat der Wiener Historiker Dr. Franz Graf-Stuhlhofer für das Martin Bucer Seminar (Bonn) ein eigenes kleines Studienbuch verfasst, Titel: "Christliche Bücher kritisch lesen".
Stress mit der Stillen Zeit? Gelangweilt beim Beten? Dann liegt es vielleicht daran, dass du dein „geistliches Temperament“ nicht kennst. „Jeder Typ hat seinen ganz persönlichen Zugang zu Gott”, sagt der Theologe Gary Thomas. Beim Blick in Bibel und Kirchengeschichte hat er neun geistliche Temperamente entdeckt. Was die verschiedenen Charaktere voneinander lernen können, erklärt er in folgendem Interview.

Christ & Single: Herr Thomas, so unterschiedlich die einzelnen Christen, so unterschiedlich scheinen auch die Wege, auf denen sie Gott begegnen. Sie sprechen an dieser Stelle von “geistlichen Temperamenten”. Was meinen Sie damit?
Gary Thomas: Damit bezeichne ich die Wege, auf denen unterschiedliche Menschen am besten mit Gott kommunizieren. Man könnte sagen, es gibt verschiedene Fenster, durch die wir Gott sehen können. Das geistliche Temperament eines Menschen steht für seine ureigene Disposition, die ihm hilft, Gott konkret zu erfahren.
Seine Bücher zum Thema "Die 5 Sprachen der Liebe" sind seit Jahren weltweit Bestseller. Dr. Gary Chapman behauptet: Wer seine eigene „Liebessprache“ und die des anderen kennt, erlebt neuen Schwung in seiner Beziehung.
Christ & Single: Dr. Chapman, Sie sind seit fast 50 Jahren verheiratet. Für die heutige Zeiten eine Seltenheit. Wie haben Sie und Ihre Frau das geschafft?
Dr. Gary Chapman: Gute Ehe entwickeln sich nicht über Nacht. Meine Frau und ich hatten am Anfang sehr viele Kämpfe zu bestehen, weil wir sehr unterschiedlich sind. Etwas, was man übrigens häufig bei Paaren antrifft. Ein Problem wird daraus aber erst dann, wenn man diese Unterschiedlichkeit als trennend erlebt. Es dauerte eine Weile, bis wir begriffen, dass wir ein Team sind und die Andersartigkeit des anderen schätzen lernten.





