FILME/DVD
DVD, 120 Minuten (Warner Home Video)
Warren Schmidt (Jack Nicholson) erreicht die letzte Etappe seines Lebens: Er geht in den Ruhestand. Das bedeutet ein ganz neuer Lebensabschnitt für ihn - und für seine Frau. Auf einmal müssen sie den ganzen Tag miteinander verbringen, obwohl sie doch so verschiedene Interessen haben. Das ist natürlich für beide nicht einfach.
Schmidt macht es zu schaffen, keiner sinnvollen Beschäftigung mehr nachzugehen und somit die letzten Jahre seines Lebens unzufrieden verbringen zu müssen. Um vielleicht noch etwas Sinnvolles zu tun, übernimmt er auf eine Werbung im Fernsehen hin eine Patenschaft für ein Waisenkind in Tansania. In seinen Briefen an das Kind verarbeitet Warren seine momentane Lebenssituation als Rentner, vor allem aber, was ihn an seiner Frau stört. Erst als sie plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt merkt er, wie sehr er sie doch liebte und brauchte - trotz mancher negativen Eigenschaften und Reibereien. Und so kommt zu allem Unglück auch noch die Einsamkeit in sein Leben.
Antwone Fisher (Derek Luke) hat als junger Matrose bei der Navy endlich für sich selbst ein Zuhause und eine Lebensperspektive gefunden, doch leider bringen ihn seine unkontrollierten Wutausbrüche immer wieder in Schwierigkeiten. Sein Vorgesetzter verdonnert ihn schließlich zu Gesprächen mit dem Militärpsychiater Dr. Davenport (Denzel Washington), den Antwone jedoch zunächst auch nur provoziert. Die ersten Stunden sitzt er schweigend bei Dr. Davenport ab, doch dann gelingt es dem einfühlsamen Psychiater, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen und er erfährt nach und nach Antwones Lebensgeschichte und darin begründet die Gründe für seine Aggressionen. Aus den Therapiegesprächen der beiden Männer erwächst im Laufe des Films eine sehr persönliche Vater-Sohn-Beziehung, die Antwone letztlich die Kraft und die Sicherheit gibt, sich seiner schmerzvollen Vergangenheit zu stellen. Außerdem gibt es da auch noch Cheryl (Joy Bryant), die Antwones Herz erobert hat ...
Mit "Australia" wollte Regisseur Baz Luhrmann, der mit Filmen wie "Moulin Rouge" und "Romeo & Julia" weltweit große Erfolge feierte, seinem Heimatland - und dabei allen voran dessen Ureinwohnern, den Aborigines - ein Denkmal im XXL-Format setzen. Im Vorfeld wurde "Australia" als Film gefeiert, der an die Tradition großer 40er- und 50er-Jahre-Epen wie "Vom Winde verweht" oder "Lawrence von Arabien" anknüpfen würde. Viele Vorschuss-Lorbeeren also, die der Film bei näherer Betrachtung dann doch nicht so ganz verdient hat. Und das hat viele Gründe ...
Kati und Jo, beide 17 und "beste Freundinnen", leben in einem kleinen Dorf in Bayern ein idyllisches und beschauliches Leben. Bei einer Zigarette, einem Bier und guter Musik genießen die beiden den Sonnenuntergang und träumen von der großen Freiheit, ohne allerdings zu wissen, wie sie diese erreichen können. Dann gewinnt Kati einen Wettbewerb und erhält die Chance, für ein Jahr nach Amerika zu gehen, aber plötzlich kommen ihr Zweifel, ob das wirklich der richtige Weg ist?
DVD, 129 min., USA (2006), Ufa-Filmverleih
Ennis del Mar (Heath Ledger) und der gleichaltrige Jack Twist (Jake Gyllenhaal) lernen sich im Frühjahr 1963 auf Brokeback Mountain kennen, wo sie als Rancher und Rodeoreiter den Sommer über tausend Mutterschafe mit ihren Lämmern vor Wilderern und Raubtieren beschützen sollen.
Während Ennis jeweils im Lager bleibt, muss Jack die Nacht bei den Schafen verbringen und mehrere Stunden täglich zwischen Weideplätzen und Lager pendeln. Die beiden jungen Männer freunden sich schnell an, während sie sich am Lagerfeuer über Pferde, Rodeo und Farmarbeit unterhalten und in der harten und rauen Einsamkeit der Berge entwickelt sich zwischen den beiden bald mehr als bloße Kameradschaft. Ennis und Jack verlieben sich ineinander und als Ennis eines Tages zu betrunken ist, um den Rückweg zu den weidenden Schafen anzutreten, verbringt er die Nacht bei Jack im Lager und die beiden Männer schlafen erstmals miteinander.

